Hörstörungen - Störungsbilder - Praxis für Logopädie Surmann Berlin (Pankow)

Hörstörung


Definition

Was ist unter einer Hörstörung zu verstehen?
Unter einer Hörstörung versteht man eine Minderung der Hörfähigkeit in unterschiedlichem Ausmaß.
Grundsätzlich unterscheidet man 3 unterschiedliche Arten von Hörstörungen:

  • < als 30 dB: “leichtgradige Hörschädigung” -> Probleme beim Verstehen von Flüstersprache
  • 30 bis 60 dB “mittelgradige Hörschädigung” -> Ohne Hörgeräte gibt es Probleme, Sprache in normaler Lautstärke zu verstehen.
  • 60 bis 90 dB “hochgradige oder an Taubheit grenzende Hörschädigung” -> Ohne Hörgeräte ist das Verstehen von normal gesprochener Sprache nicht mehr möglich.
  • 90 bis 120 dB Resthörigkeit Minimale Hörreste können für die Sprachwahrnehmung genutzt werden
  • > 120 dB “Gehörlosigkeit/Taubheit” -> Die Hörschädigung ist so stark, dass auch Hörgeräte keinen Einfluss mehr auf das Sprechen nehmen können.
    Im Erwachsenenalter können Hörstörungen unter anderem durch Durchblutungsstörungen oder schwere Kopfverletzungen entstehen.
    Ziel der Therapie ist es, trotz der Hörstörung eine bestmöglichste Kommunikationsfähigkeit zu erreichen

Logopädische Therapie bei CI (Cochlea-Implantat)

Ein Cochlea-Implantat (kurz: CI) ist eine Innenohrprothese für hochgradig schwerhörige und gehörlose Kinder oder Erwachsene, denen herkömmliche Hörgeräte wenig oder gar keinen Nutzen mehr bringen.
CIs wandeln Schall in elektrische Impulse um, durch die der Hörnerv in der Hörschnecke stimuliert wird. So können Sprache und Töne wieder wahrgenommen werden.

Ziel der logopädischen Therapie ist es, den Umgang mit der neuen Hörfähigkeit zu erlernen.
Weiterhin wird der Übertrag auf bestimmte Alltagssituationen gewährleistet, wie zum Beispiel dem Patienten das Telefonieren mit dem CI zu ermöglich und zu erleichtern.