Der Sprechvorgang - Physiologie - Praxis für Logopädie Surmann Berlin (Pankow)

Der Sprechvorgang

Als Sprechen wird die Artikulation- die Sprechbewegung und sprachliche Ausführung der Gedanken bezeichnet. Es ist eine der komplexesten motorischen Fähigkeiten des Menschen.Um die 100 Muskeln sind bei der Produktion eines einzigen Sprachlautes beteiligt. Innerhalb einer Sekunde werden durchschnittlich 15 Laute gesprochen. Pro Sekunde erfolgen 150 Muskelbewegungen. Insgesamt werden im Deutschen 30 Laute unterschieden. Diese muss ein Kind schrittweise erwerben. Zum Teil muss das Erlernen dieser Laute logopädisch unterstützt werden. Hierfür kann es unterschiedliche Ursachen geben. Bei Erwachsenen kann es durch Erkrankungen zu Störungen im Sprechvorgang kommen. So ist es teilweise notwendig bereits gekonnte Laute mit logopädischer Unterstützung wieder "neu" zu erlernen und zu trainieren.Am Sprechvorgang sind unterschiedliche Muskelgruppen beteiligt. Hierzu gehören die Zwerchfellmuskulatur, die Bauch- und Brustmuskulatur, die äußere und innere Kehlkopfmuskulatur, die Rachenmuskulatur, die Zungenmuskulatur sowie die Mund- und Kiefermuskulatur. Die zeitliche Abstimmung, die Koordination der Bewegungen und die entsprechende Kraftdosierung erfordern komplexe Vorgänge.Die Bildung der verschiedenen Laute erfolgt an verschiedenen Artikulationsorten- man unterscheidet z.B. Lippenlaute, Rachenlaute und Laute im vorderen und hinteren Mundinnenraum.Außerdem unterscheidet man verschiedene Artikulationsarten- z.B. Reibelaute wie /f, sch, s/, Plosivlaute wie /p,k,t/ oder Nasallaute wie /m,n,ng/.Für das Sprechen ist, neben der Atmung, die Stimmgebung äußerst wichtig. Man unterscheidet stimmhafte Laute wie /w, b, z/ und stimmlose Laute wie /p,t,s/.Die Bildung von Einzellauten ist wesentlich leichter, als die Bildung von Lautketten oder Konsonantenverbindungen. Die Artikulation in diesen Lautketten ist abhängig von der Lautumgebung. Das Sprechen des Wortes "Ball" ist z.B. leichter als die Bildung des Wortes "Planschbecken".

 

Zu den Sprechstörungen zählen...

 

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